Kernfunktion des Formenkühlers zum Einfrieren von Seifenformen
Er zirkuliert eine Glykol-Wasser-Lösung (Frostschutzmittel, nicht korrosiv) durch die internen Kanäle der Seifenform. Der Kältekreislauf des Kühlers kühlt die Lösung, die Wärme von der Form und der exothermen Seifenmischung aufnimmt. Dies beschleunigt die Festigung, verkürzt die Entformungszeit und gewährleistet eine gleichbleibende Seifenform und -qualität.
Funktionsprinzip des Formenkühlers zum Einfrieren von Seifenformen
Der Kühler arbeitet nach dem Kältekreislauf. Der Kompressor komprimiert das Kältemittel und erhöht so dessen Temperatur und Druck. Das heiße, unter hohem Druck stehende Kältemittelgas tritt dann in den luftgekühlten Kondensator ein, wo es Wärme an die Umgebungsluft abgibt und zu einer Flüssigkeit kondensiert. Das flüssige Kältemittel durchströmt das Expansionsventil, wodurch Druck und Temperatur sinken, und gelangt anschließend in den Verdampfer. Dort entzieht es der Glykol-Wasser-Lösung Wärme und kühlt sie ab. Die abgekühlte Lösung wird dann zu den Seifenformen gepumpt, um die während des Seifenverfestigungsprozesses entstehende Wärme aufzunehmen.
Wichtige Anforderungen zum Einfrieren von Seifenformen
Temperaturbereich: Wählen Sie einen Kühler mit einem Nenntemperaturbereich von 5–15 °C (entscheidend für das Einfrieren der Formen ohne Beschädigung der Seifenstruktur). Vermeiden Sie Kühler mit einer Mindesttemperatur über 10 °C, wenn eine schnellere Kühlung erforderlich ist.
Schnelle Kühlleistung: Priorisieren Sie Kühler mit hoher Kühlleistung pro Einheit (kW/RT), um die Formtemperaturen schnell zu senken – achten Sie auf effiziente Kompressoren (Copeland/Daikin) und große Verdampfer für einen schnellen Wärmeaustausch.
Glykolverträglichkeit: Verwenden Sie lebensmittelechtes Glykol (Propylenglykol), um eine Kontamination der Seife zu vermeiden. Stellen Sie sicher, dass der Tank, die Leitungen und die Pumpe des Kühlers aus Edelstahl (304/316) gefertigt sind, um Korrosionsbeständigkeit zu gewährleisten.
Durchflussstabilität: Formen (insbesondere Mehrkavitäten- oder Schmalkanalformen) benötigen einen gleichmäßigen, ausreichenden Durchfluss (≥ 2–3 m³/h für kleine Chargen), um eine ungleichmäßige Kühlung zu vermeiden. Wählen Sie Kühler mit drehzahlvariablen Pumpen, wenn die Formen unterschiedliche Durchflussanforderungen haben.
Dimensionierungstipps für Gefrierkühler für Seifenformen:
Berechnen Sie die Wärmelast unter Berücksichtigung der „schnellen Abkühlung“: Verwenden Sie die Formel (Seifenmasse × spezifische Wärmekapazität × Temperaturabfall) ÷ Kühlzeit, verkürzen Sie jedoch die Kühlzeit (z. B. 30 Minuten statt 1 Stunde) für die „Gefrier“-Anforderungen.
Pflegen Sie einen Sicherheitszuschlag von 20–30 % (höher als bei Standardkühlung) ein, um dem Bedarf des Kühlers an schnellem Abkühlen der Formen auf Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt Rechnung zu tragen.
Für luftgekühlte Modelle: Bei Installation in warmen Werkstätten (≥ 30 °C) stellt eine 10–15%ige Vergrößerung der Kühlleistung sicher, dass der Kühler beim Abführen von Wärme an die Umgebungsluft keine Effizienzeinbußen erleidet.
Auswahlkriterien für Kühlgeräte zum Einfrieren von Seifenformen
Kühlleistung: Berechnen Sie die gesamte Wärmelast aus Seifenverfestigung (exotherme Reaktion), Wärmekapazität der Form und Produktionsgeschwindigkeit. Fügen Sie eine Sicherheitsmarge von 10–20 % hinzu. Beispiel: Bei einer berechneten Wärmelast von 10 kW wählen Sie ein Kühlgerät mit einer Kühlleistung von 11–12 kW (≈ 3,1–3,4 RT).
Durchflussrate: Stellen Sie sicher, dass die eingebaute Pumpe ausreichend Glykollösung fördert, um alle Formen zu benetzen und einen effizienten Wärmeaustausch zu gewährleisten. Formen mit schmalen Kanälen benötigen möglicherweise höhere Durchflussraten.
Temperaturbereich: Die meisten Seifenformen benötigen einen Temperaturbereich von 10–25 °C. Wählen Sie ein Kühlgerät mit einem geeigneten Nennbereich (z. B. 5–35 °C), um einen stabilen Betrieb zu gewährleisten.
Umgebungsbedingungen: Bei hohen Umgebungstemperaturen (≥ 35 °C) empfiehlt es sich, einen luftgekühlten Kühler um 5–10 % größer zu dimensionieren, um die reduzierte Wärmeabfuhrleistung auszugleichen.
Beispiel für ein geeignetes Modell eines Kühlers zum Einfrieren von Seifenformen:
Kühlleistung: 12 kW (3,4 RT) – geeignet für mittlere Chargen (150–200 kg Seife pro Charge, Kühlung von 70 °C auf 25 °C in 30 Minuten)
Temperaturbereich: 5–35 °C (einstellbar auf 8–12 °C zum Einfrieren der Formen)
Durchflussrate: 3,2 m³/h (eingebaute Edelstahlpumpe)
Tankinhalt: 100 l (lebensmittelecht, korrosionsbeständig)